Beim Einsatz setze ich mich daneben, lege das fluglochnahe End aufs Flugloch, halte die Kiste fest gegen das Stirnbrett, das andere Ende auf den Knien (oder etwas) und warte etwa 5 Minuten(?) bis alle raus/rein geflogen sind.
Gestatte mir ein paar Anmerkungen:
1.
Kevin, wenn Du den Schwarm auf diese Weise fangen möchtest, wirst Du wahrscheinlich wahnsinnig.
Denn Du wirst keine ruhige Minute mehr haben, ständig zur Kiste laufen, schauen ob er kommt,
immer auf dem Sprung für den Fall dass er kommt.
Bis das Volk abschwärmt sind bereits tausende Bienen auf Pollen, Wasser und Nektarsuche. Diese
kehren alle zurück. Du wirst sicherlich mit deiner Kiste mitten unter diesen um Dich
schwirrenden bienen hocken, welchen Du die Rückkehr in ihre Beute verwehrst.
Und solltest Du den Schwarmabgang wirklich antreffen, so kommst Du möglicherweise mit der Fangkiste
zu spät, weil die Königin mit den ersten Schwarmbienen schon raus sein kann.
2. zu Deiner Konstruktion:
Soweit mir aus Theorie bekannt ist, soll die Königin sich meist mit den ersten Schwarmbienen
regelrecht fluchtartig aus dem Flugloch stürzen. Sie steigt nicht gleich auf, sondern fliegt
die ersten Meter ziemlich geradeaus.
Daher gibt es Tüftler, die einen Schwarmfangsack aus Gittergewebe im Abstand von ca. ein-zwei Meter
(habe ich in Erinnerung) vor der Beute Aufhängen, ähnlich wie Du es auf dem obigen Foto gemacht hast.
Deren Gitter ist allerdings schwarz und der obere Bereich aus schwarzem geschlossenen Tuch.
Der Schwarm (und die Königin) stürzt sich quasi nach vorne in diesen schwarzen Sack. Da sie
Dunkelheit lieben, nisten sie sich oben ein und die Schwarmbienen folgen ihr.
Vorteil: kein Zuwarten erforderlich. Die normalen Flugbienen werden weder beim Ein- noch Ausflug
behindert. Den Schwarmfangsack kannst Du über Tage so hängen lassen (während der kritischen Zeit).
Hinweis: Dein Schwarmfangsack hat einen für diesen Zweck zu kleinen Durchmesser. Der von mir
angesprochene Sack hat einen Durchmesser von 80 cm bis 100 cm. Das kann die Königin fast nicht
verfehlen.
bf