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  • Hallo,

    habe mich neulich mit einer zum Großteil wesengemäß arbeitenden Imkerin unterhalten und sie meinte, dass sie generell nach der Honigernte, vor der Varroabehandlung empfehlen würde zu füttern.
    Der Vorteil wäre dann wohl auch, dass die Bienen auch die Ameisensäure besser aufnehmen würden.

    Wie seht ihr das?
    Ist das notwendig/wichtig/richtig?
    • halloo blackrose,

      so -generell- wie die Imkerin das empfiehlt, würde ich es nicht sagen. Eher - Es kommt darauf an!

      Wie EMK mehrfach bereits deutlich gesagt hat, soll ein Volk NIE unter 5 kg Vorräte haben (anwachsende
      Völker ausgenommen).
      Wenn Du nun die Honigwaben entnommen hast (und dem Volk damit die Vorräte wegnimmst) sollten sie
      nicht unter 5kg Vorräte im Brutraum haben. Ist es weniger, würde ich eine erste Futtergabe vornehmen,
      auf mindesten 5 kg auffüttern und erst dann gg. Varroa behandeln.

      Haben die Bienen genügend Vorräte, würde ich sofort behandeln und danach eine erste Fütterung
      vornehmen.
      Der Grund ist der, dass durch Flüssigfuttergabe die Raumfeuchte in der Beute ansteigt und anschließend
      die Ameisensäure bei der Diffusion von der Raumluft nicht mehr so satt aufgenommen wird.
      Je mehr die Stockluft mit AS-Molekülen gesättigt ist, um so eher ruft sie bei den Varroen eine
      Atemlähmung hervor und je eher und größer tritt der Behandlungserfolg ein.

      Danach ist eine zweite Futtergabe möglich und mit etwas Abstand eine zweite Behandlung (soweit sie
      für erforderlich gehalten wird).

      Zum Herbst kann man dann die volle Wintereinfütterung vornehmen.

      Sicherlich gibt es hierzu im Forum aber auch andere Meinungen.

      gruss bf
        Abyssus abyssum invocat