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  • Hallo zusammen
    Als ich heute nach dem ersten Kälteeinbruch mit starkem Sturm am Stand vorbeikam, hab ich folgenden Fund gemacht: Es lagen eine handvoll tote Bienen und eine Wespe vor dem Flugloch. Eine davon mit verkrüppelten Flügeln, die andern normal. Die Menge fand ich nicht beunruhigend, ist der Totenfall von ca 1 Woche. Aber: Eine Königin war dabei!
    Das Volk ist ruhig und braust nicht gross, wenn ich klopfe. Polleneintrag schau ich morgen.
    Kann es so spät noch still umweiseln? Hat doch keine Drohnen mehr ... (bei meinen Völkern sieht man jedenfalls keine).
    Das Volk hatte ev. eine starke Reinvasion mit Varroen, weil sie geräubert haben. (Habs im Sommer leider lange nicht bemerkt, die waren schlau) Puderzucker hab ich gemacht, hatte viele (9!) tote Varroen auf 30g Bienen, aber ich hab das erste mal gepudert (zitter, schwitz) und vergessen den Boden hinten zu säubern vor dem Kippen. Da hatte es sicher schon viele tote Milben die nach hinten geräumt wurden.
    Ja, Gunnar, ich werde am WE die Kiste öffnen, wenns Wettermässig klappt und Fotos machen und nach A-Brut Ausschau halten...
    Oder was soll ich tun?
    Meld mich, Gruss Bindi
    • bindi schrieb am 24.10.2014, 18:23
      Kann es so spät noch still umweiseln?

      Vielleicht hat es schon (gerade)? Das erinnert mich irgendwie an den Schwarm den ich letztes Jahr in die BK einlogiert habe. Da fand ich tot am Flugloch "die" Königin und war selbstverständlich sehr besorgt. Aber anscheinend war sie nur "eine" und nicht "die". (Ich wünsche, dass das bei Dir auch der Fall ist)

      Schöne Grüße

      Kevin
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • Ups, das mit der Königin ist allerdings ein Hammer. Hast Du ein Bild gemacht?
        War die Kiste geschwärmt dieses Jahr? Dann müsste die Königin ja frisch sein und ein Tod aus Altersschwäche ist eher unwahrscheinlich.

        Varroa - mit 15 Milben / 50 g liegst du laut Tabelle an der Grenze zu etwas tun müssen und es ist schon viel zu kalt. Ausserdem ist die tatsächliche Varroabelastung stark abhängig vom Brutstatus (brav, das Du aufmachst und nach Brut schaust.
        Mal überschlagen: 15 freie Milben auf 50 g Bienen sind 450 auf 1,5 kg Bienen, wenn Dein Volk mittelstark ist.
        In der Brut sind 80 % der Milben. Also ca 2500 Milben ingesamt - so als Idee, was drin sein könnte. Reicht um die letzten 2200 Brutzellen quantitativ mit Viren überquellen zu lassen.

        In der Schweiz darfst Du Oxalsäure verdampfen,
        Im Magazin kannst Du die verdeckelte Brut vorher ausschneiden und dann einmal verdampfen.
        In der Bienenkiste müsstest Du 5 x im Abstand von 3 Tagen, um alle Varroen los zu sein.

        Ich habe am Wochenende eine Warre mit hohem Varroafall neu gestartet (Experiment). Die toten Bienen von der Aktion habe ich heute einmal größensortiert (hihi, neues Wissen umgesetzt).
        Hier um die 2/5 offensichtlich geschädigter Bienen.
        Die 1,4 kg nackte Bienen haben nach Behandlung in zwei Tagen 640 Varroen hergegeben
        Keine Ahnung, ob es die Bienen überstehen.



        Reinvasion ist immer so ein Wort. Das ist schwer zu belegen. Auch ich hatte schon September / Oktober in 4 Wochen eine Verzehnfachung der Milbenzahl - ohne großartige Gewichtszunahme der Beute.

        Berichte gern, auch mit Bild jetzt und zur Winterbehandlung.
        Letztes Jahr sind meine beiden Völker, die im Herbst noch in diesem Rahmen Varroa hatten zwischen Februar und März verschwunden, also recht spät für Varroa-Verluste.

        Gruß, Gunnar
        • KMP schrieb am 24.10.2014, 19:35
          Das erinnert mich irgendwie an den Schwarm den ich letztes Jahr in die BK einlogiert habe. Da fand ich tot am Flugloch "die" Königin ...

          Bei einem Nachschwarm, den ich nach einer Nacht Badezimmerhaft habe einlaufen lassen, lagen auf dem Tuch am Ende 5 tote Prinzessinnen - und das Volk entpuppte sich später als weisellos. Schlecht gelaufen.

          Aber bei Bindi dreht es sich ja um ein etabliertes Volk. Vielleicht gibt es auch beim stillen Umweiseln eine Schwesternschlacht smiley Brutkontrolle sagt darüber ja auch nicht viel, angeblich sollen alte und neue Königin einige Zeit koexistieren können. Dann kann die Umweiselung schon vor Wochen stattgefunden haben.

          Gruß, Gunnar

          • rannug schrieb am 24.10.2014, 21:23
            Vielleicht gibt es auch beim stillen Umweiseln eine Schwesternschlacht smiley

            Meine (phantasievolle?) Vorstellung war von einer schwachen Königin die beim/im Laufe des Umweiseln(s) hätte umgebracht sein können. Aber, ja, Du hast Recht -- im Restvolk hätte eine neue Königin sein müssen...

            -K
              Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
            • Hallo Leute
              Anbei mein Friedhofsbild. Neben der Queen liegen zwei Wespen (die verteidigen trotz Misere noch gut). Es ist keine Pyramide geworden, es haben alle einen zu kurzen Hinterleib. Die unterste Reihe ist noch die bessere. Unten rechts haben sie verkrüppelte Flügel (Nicht bei allen eindeutig wegen Verwitterung.) Hab gestern nochmals 2 lebende mit verkrüppelten Flügeln gefunden, sieht also schlecht aus. Die winden sich dann so, weil es sie juckt.

              Gunnar: Ja, das Volk ist geschwärmt. Die Königin hatte einen haarlosen Brustpanzer.
              Bin mir jetzt wegen der Königin nicht ganz sicher, ob ich noch den Verdampfer besorgen soll...
              Am FL siehts komischerweise recht gut aus, tragen Pollen ein und haben viel Flug. Ich geh noch öffnen, habs am WE kindertechnisch nicht geschafft (und meine Ausrüstung in der Fischermühle liegengelassen).
              LG Bindi
              • Äh Gunnar: Was genau hast du gemacht?
                Bienen von der Brut getrennt und behandelt und in eine brutfreie aber Wabengefüllte Warre zurück?

                Und: Wenn ich jetzt diese wiederholte AS Verdampfung mache, dann kann ich doch dafür im Winter nicht behandeln, weils denen zuviel wäre, oder? Hmm.
                • Hallo, ich habe auch täglich mindestens 5 -10 tote Bienen mit verkrüppelten Flügeln vor der Bienenkiste liegen und bin deshalb in großer Sorge. An einer sah ich die Milbe, auch einmal viele Milben vor dem Flugloch. Schon im September war ich in Sorge, weil auf der Wiese langsam Bienen starben. Sie hatten alle verkrüppelte Flügel.Die Ameisensäurebehandlung hatte ich im September durchgeführt, wahrscheinlich zu kurz aus Angst , es könnte den bis dahin munteren Bienen schaden. Bei der Puderzuckermethode im Juli war nur eine Milbe/30g Bienen drin, so dass ich die Sommerbehandlung unterlassen habe, da es sich um einen im Mai einlogierten Schwarm handelte. Nun habe ich trotz der Kälte die Ameisensäure drin.Ist das schädlich? Sollte ich lieber Oxalsäure nehmen, obwohl noch Brut drin sein kann? Bei der Kälte, traute ich mir auch nicht, die Kiste zu öffnen. Sollte ich es doch mal tun? Mir fehlen noch so viele Erfahrungen. Der Schwarm war so groß und nun fliegen nur noch einzelne bienen , wenn es schönes Wetter ist.
                  • Hallo
                    Ja, wenns mal sonnig ist unbedingt öffnen, nachschauen wies deinem Volk geht und fotografieren! Kennst du einen Imker in der Nähe, der dich unterstützen kann? Also AS bei den jetzigen Teperaturen hilft wahrscheinlich nur noch gegen das schlechte Gewissen, es wird kaum mehr verdampfen. Was heisst wahrscheinlich zu kurz? Nicht die 180ml ganz verdampfen lassen? Hast du zwischen Juli und September nicht mehr auf Varroa kontrolliert?
                    LG Bindi
                    • Kälte ist kein Hindernis, die Kiste zu öffnen. Die Bienen sollten dann in bereits engerer Traube sitzen und werden durch das Öffnen kaum gestört.
                      Wenn unbedingt nötig, kann man ruhig öffnen.