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  • Grausamer Anblick Bienenflug.
    Wir haben leider auch einen Bauern, der gerne und viel spritzt. Die ansässige Imkerin verlor sogar schon mal all ihre Völker, weil er tagsüber sein Rapsfeld gespritzt hatte. Als sie ihn darauf ansprach, gab er ihr nur zur Antwort "geh, das macht doch den Bienen nichts. Du immer mit deinen Bienen". Auch die Behörden unternahmen Nichts.
    Zum Glück, besitzt er nicht viel Land.
    • Hallo bf
      ja ich kann dich gut Verstehen!!!

      Auch für mich wäre es sehr schlimm wenn ich mein Volk wegen so einem Bauer 20km weit wegbringen müsste.
      Viele Grüße
      Drohn
      • Grausamer Anblick

        Ja, Bombin, das ist es.

        gruss
        bf
          Abyssus abyssum invocat
        • Zitat aus Busch`s Buch von 1862


          [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 9 Monaten geändert.]
            Abyssus abyssum invocat
          • Moin!

            Sowas hab ich ja noch nie gesehen, zum Glück.
            Das ist doch eine Wiese, oder wurde da schonmal was angebaut?
            Womit rechtfertigt der Bauer denn den Herbizid-Einsatz?
            Wenn es wirklich eine einfache Wiese ist, würde ich evtl. mal über eine Anzeige wegen vorsätzlicher Umweltgefährdung nachdenken.
            Gruß!

            Ulrich
            • Hallo Ulrich,
              Das ist nicht das erste mal, dass er dies macht. Dieser Mann ackert für die Biogas-Anlage und kassiert unglaublich Subventionen.
              Vor wenigen Jahren wurde auf diesen Feldern Weizen angebaut. Dann wurde es zu Weideland
              (Heugewinnung) und jetzt wird es umgepflügt, mit Gülle zugemüllt und dann kommt da
              irgendwas drauf was bis zu dreimal abgemäht und in die Gasanlage gebracht wird.
              Mich ärgert fürchterlich, dass er erst alles tot spritzt, bevor er pflügt.
              Im Verhältnis zu dem, was er vor zwei Jahren auf gleiche Art machte, ist das hier eine
              kleine Fläche. Das Land gehört nicht ihm, er pachtet nach und nach Flächen an.
              Das sich die Eigentümer nicht beschweren, ist mir ein Rätsel.

              Wenn es wirklich eine einfache Wiese ist, würde ich evtl. mal über eine Anzeige wegen vorsätzlicher Umweltgefährdung nachdenken.

              Ich habe mir sagen lassen, dass es im Saarland zwischenzeitlich verboten sein soll,
              bestehende Wiesen in Äcker zurück zu führen. Da gibt es aber offen sichtlich Ausnahmen von und
              weitere Ausnahmen von Ausnahmen und zudem unwissende, unwillige und unfähige Behörden, die
              einfach wegschauen und auch auf Anzeigen aus der Bevölkerung nicht reagieren.
              Das wird auch behördlicherseits einfach alles mit der Gewinnung von Rohstoffen entschuldigt.

              Als Beschwerdeführer/Imker hast du da keine Chance. Meine Erfahrung ist, dass solche Beschwerden und/oder Anzeigen niemand ernsthaft zur Kenntnis nehmen möchte, weder die Gemeinde-noch die übergeordnete Kreisverwaltung.

              gruss
              bf



                Abyssus abyssum invocat
              • emk schrieb am 04.12.2015, 09:27
                Es ist sicher ein Thema, über das man mal gründlicher Nachdenken kann und bei dem es viel zu diskutieren gibt:

                - Kleine Werbeunterbrechung: wink Um solche Fragen dreht sich übrigens auch mein neues Buch "Wesensgemäße Bienenhaltung in der Bienenkiste" -


                Lieber Erhard,
                ich komme mit einer weiteren Frage noch mal zum Kernproblem zurück, und bitte Dich um Deine Einschätzung zu folgender Überlegung:

                Bedingt durch die notwendige Varroabehandlung entnehmen wir unseren
                Völkern sehr früh die Honigwaben, spätestens, wenn sich möglichst keine Brut mehr in ihnen befindet (zwischen Anfang und Ende Juli).

                Wir können leider nicht mehr berücksichtigen, dass die Bienen entwicklungsbedingt erst im August, September, einen beträchtlichen Teil der benötigten Wintervorrätevon hinten nach vorne zum Wintersitz umtragen.
                und erst zu diesem Zeitpunkt einen großen Teil der benötigten Wintervorräte
                nach vorne umtragen, weil zu dem Zeitpunkt der Honigraum bereits leer ist.

                In Gegenden ohne Spättracht, verbrauchen die Völker auch das bis Ende Juli im Brutraum eingelagerte Futter auf, so dass sie bis zum Spätherbst kaum mehr Vorräte haben. So ist die Situation bei einer Vielzahl von Biki-Imkern.

                Siehst Du eine Möglichkeit, dies irgendwie zu ändern, ohne auf die notwendige Varroabehandlung zu verzichten? Wir leben leider nicht mehr
                in Zeiten ohne Varroa, so dass wir den Honig sehr früh entnehmen müssen,
                um behandeln zu können.

                Muss man daraus nicht ehrlicherweise schließen, dass unsere Völker allenfalls noch in Ausnahmefällen genügend Wintervorräte in Eigenversorgung
                anlegen und das Zufüttern die Regel ist?

                gruss
                bf



                  Abyssus abyssum invocat
                • Lieber Bienenflug,

                  Eine kurzes Vorwort: die Trachtsituation kann schon innerhalb weniger Kilometer verschieden sein. Deshalb ist "unsere Völker" für mich zu verallgemeinernd. Du siehst das alles sehr düster, weil es für Dich auch schwierig ist. Du musst für Dich eine Lösung finden. Trotzdem ist das nicht ein allgemeines Problem. Ich selbst habe es nicht und ich kenne viele Leute, an ganz unterschiedlichen Orten in Deutschland, bei denen es im Schnitt auch ganz gut läuft.

                  Letztlich kann man eine mangelhafte Trachtsituation durch keine Imkerkunst ausgleichen. Natürlich kann man versuchen, dafür zu sorgen, dass die Völker dann stark sind, wenn es denn mal Tracht gibt, aber ohne massive Eingriffe sind auch hier Deine Handlungsoptionen beschränkt. Was nützt es, wenn Du mit starken Völkern in die Frühtracht gehst und dann den Frühtrachthonig erntest, wenn es danach nicht mehr viel gibt? Du wirst erst recht Füttern müssen. Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: ohne spätere ergiebige Tracht, musst Du die Bienen wahrscheinlich zum Herbst hin noch auffüttern - von einer Honigernte mal ganz abgesehen.

                  An welchen Schrauben kann man drehen, bzw. wie kann man nur die echten tatsächlichen Überschüsse ernten? Das ist ja - glaube ich - die Frage, die Dich bewegt. Man könnte auf eine Ernte im Juli verzichten und entweder viel später ernten, oder sogar erst im nächsten Frühjahr. Dann müsste man aber auch auf die AS-Behandlung verzichten. Ich möchte in den kommenden Monaten ein paar Ideen in dieser Richtung zur Diskussion stellen und bitte um etwas Geduld. Die Themen sind komplex und erklärungsbedürftig und jetzt so kurz vor Weihnachten fehlt mir die Zeit. Meine Motivation ist übrigens eine andere. Ich suche nach einer noch wesensgemäßeren, eingriffsärmeren Betriebsweise. Eine Honigernte im Juli ist eigentlich ein heftiger Eingriff zu einer ungünstigen Zeit. Und ich würde gerne ohne AS-Behandlung auskommen und noch stärker aus der Vitalität des Schwarms schöpfen. Meine Ideen würden eher zu einer geringeren, als höheren Honigernte führen. Ich bin mir daher nicht sicher, ob das überhaupt für Dich interessant ist. Mehr dazu aber im neuen Jahr!

                  Liebe Grüße
                  Erhard
                  • An welchen Schrauben kann man drehen, bzw. wie kann man nur die echten tatsächlichen Überschüsse ernten? Das ist ja - glaube ich - die Frage, die Dich bewegt.

                    Genau das ist die Kernfrage dieses Themas "Winterselbstversorgung". Ich
                    würde mir eine erhöhte Eigenversorgung der Völker wünschen, damit sie für
                    sich genug Vorräte haben und nicht auf Zufüttern angewiesen sind. Wenn
                    dann noch Überschüsse vorhanden sein sollten, würde ich nicht nein sagen!
                    Aber so wie es jetzt läuft - Honig wegnehmen, und Zucker geben -
                    das kann`s auf Dauer nicht sein.

                    Ohne spätere ergiebige Tracht, musst Du die Bienen wahrscheinlich zum Herbst hin noch auffüttern
                    So sieht es leider aus. Deine weiteren Ausführungen zu den Trachtbedingungen
                    sprechen Bände. Da nützt es auch nicht viel, dass ich meinen Garten ums Haus
                    in eine echte Bienenweide verwandlt habe und weiter ergänze.

                    Eine Honigernte im Juli ist eigentlich ein heftiger Eingriff zu einer ungünstigen Zeit. Und ich würde gerne ohne AS-Behandlung auskommen und noch stärker aus der Vitalität des Schwarms schöpfen. Man könnte auf eine Ernte im Juli verzichten und entweder viel später ernten, oder sogar erst im nächsten Frühjahr. Dann müsste man aber auch auf die AS-Behandlung verzichten.
                    "heftiger Eingriff zu einer ungünstigen Zeit", das ist aber mal `ne Aussage!!! Die ganze Imkerschaft müsste hier die Ohren spitzen!!! Laufen doch
                    gerade zu dieser Zeit die Schleudern heiß.

                    Ja, so wie es früher mal war, reifen Honig ernten und nur die tatsächlichen
                    Überschüsse erst 1 Jahr später im Mai entnehmen und dies ohne AS- Behandlung. Schön wär`s.
                    Dieses Ziel wird wohl nur mit einer anderen Technik bei der Behandlung der Varroa zu bewerkstelligen sein. Einer Technik, die keine belastenden Wirkstoffe ins Volk, Waben und Honig einbringt.
                    -
                    Meine Ideen würden eher zu einer geringeren, als höheren
                    Honigernte
                    führen. Ich bin mir daher nicht sicher, ob das überhaupt für Dich interessant ist.
                    Und ob das mich interessiert! Gerade hierzu habe ich diese Diskussion
                    eröffnet. Es geht mir nicht um die Honigernte, sondern um die Schaffung von Bedingungen für eine bessere Eigenversorgung meiner Völker und letztlich um eine Arbeitserleichterung für mich als ihren Betreuer.

                    Ich möchte in den kommenden Monaten ein paar Ideen in dieser Richtung zur Diskussion stellen und bitte um etwas Geduld.
                    Das hört sich spannend an. Für Deine Arbeit wünsche ich Dir alle Ruhe und
                    Zeit, die du benötigst. Und geduldig bin ich/sind wir ganz sicher auch.

                    Liebe Grüße und herzlichen Dank für diesen Ausblick.

                    bf


                      Abyssus abyssum invocat
                    • Hallo Ihr,

                      interessanter Beitrag, bei dem ich auch was loswerden will.

                      Seit 2 Jahren mit 2/3 Bienenkisten aktiv.
                      Momentan eine Kiste im Wald, so gut wie kein Wintervorrat gesammelt.
                      Zweite Kiste ca. 2km entfernt im Gemüsegarten, war schön schwer (51 kg), aber
                      bisher noch keine Messerspitze Honig bekommen ! Warum ?? Ist schade und bremst natürlich etwas die Euphorie.
                      Ich würde dies im BK-Buch vorsichtiger ausdrücken - ich hab auch von 15...20 kg geträumt....

                      Hab dies mit dem Auffüttern nicht so ernst genommen, da ich dachte, wenn ich Ihnen nix nehme/bekomme, werden sie es schon schaffen.
                      Ein Volk ist mir im Frühjahr deshalb wahrscheinlich verhungert.
                      Vielleicht sind die Anderen deshalb jeweils im Frühjahr nicht so richtig in Schwung gekommen, kein Honig usw.
                      Bin dabei, dies genauer durchzuführen.

                      Prinzipiell wiederstrebt mir aber dies, ihnen Ihr hochwertiger Honig zu klauen (hat ja nicht mal funktioniert) und dann mit Zuckerwasser aufzufüttern.
                      Wie wärs, wenn wir nur noch Weißbrot kriegen???
                      Könnte dies auch ein Mosaiksteinchen für den momentanen Zustand sein ?

                      Und vielleicht haben die Bienen es auch verlernt, sich ausreichend für den Winter zu versorgen. Vielleicht haben die Meinen auch die letzten 50 Jahre immer brav Ihren Zucker im Herbst bekommen. Und jetzt komme ich daher und meine, es geht ohne....

                      Hab mir in der Zwischenzeit auch einige Imkereien angeschaut. Wenn ich dann da immer die Paletten Zucker sehe, dann wird mir sehr wohl klar, dass hier irgendetwas schief läuft. Ist dies eigentlich schon mal untersucht worden, wie viel Zucker vom Nachfüttern in einem Honigglas ist ?

                      Hinterfragen wir weiter... vielleicht hilft es.

                      Guten Rutsch aus dem sonnigen Süden
                      werni


                      • werni schrieb am 27.12.2015, 19:05
                        Und vielleicht haben die Bienen es auch verlernt, sich ausreichend für den Winter zu versorgen.

                        hallo werni,
                        Deinem Gedanken stimme ich zu.
                        Es gibt immer mal wieder Ausnahmevölker, die eine sehr gute Eigenversorgung betreiben
                        und die vorm Winter nicht alles auffressen.
                        Vor vielen Jahrzehnten hat der ein oder andere Altmeister solch guten Völkern sein ganz
                        besonderes Augenmerk geschenkt und hat diese selektiert und vermehrt.
                        Ob nach diesem Faktor heute noch irgend jemand einen Zuchtstamm unterhält, weiß ich nicht und ich wüßte auch nicht, wo man sich danach erkundigen könnte.

                        dir auch einen guten Rutsch ins neue Jahr

                        bf

                        [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 9 Monaten geändert.]
                          Abyssus abyssum invocat
                        • Meine Völker (zur Zeit aber nur ein Volk) haben bis jetzt um die 15+ kg Honig pro Jahr geliefert (aber klar, es kann auch weniger sein). In der Stadt haben wir es anscheinend leichter.

                          Was im Honig drin ist, kann relativ gut kontrolliert werden.

                          Deine Trachtlage, Werni, hast Du nicht geschildert. Im Buch (S. 36) ließt man: "[Die Bienen] sammeln vornehmlich im Umkreis von etwa einem Kilometer... Eine extensive, ortsfeste Bienenhaltung kann nur dort gut gelingen wo es ein ausreichendes Angebot an blühenden Pflanzen über die gesamte Bienensaison gibt. Das ist in Europa in ländlichen Gegenden mit intensiver Landwirtschaft kaum noch der Fall."

                          Dir und die Bienen von mir auch einen guten Rutsch!

                          -Kevin


                            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                          • Es gibt verschiedene Faktoren die den Honigüberschuss bestimmen. Der wichtigste ist sicherlich die Trachtsituation in Kombination mit dem Wetter. außerdem ist die Betriebsweise natürlich ein wichtiger Faktor. Je naturnäher man imkert, desto geringer werden die Überschüsse ausfallen.
                            Schwärmen (lassen) geht auf jeden Fall zulasten des Ertrags, wobei man - gute Tracht vorausgesetzt - davon ausgehen kann, dass ein Volk, das in dem Jahr nicht schwärmt, eine volle Ernte bringen kann. Wenn ein früher Schwarm abgegeben wird (keine Nachschwärme), können Muttervolk und/oder Jungvolk noch eine kleine Ernte abwerfen, sofern es auch eine etwas spätere Tracht, wie z.B. Linde gibt.
                            Wenn es auch noch Nachschwärme gegeben hat, dann fällt zumindest das Muttervolk i.d.R. für eine Ernte aus.
                            Die Bienenkiste ist ausdrücklich als sehr extensive Betriebsweise entwickelt worden. Die Rahmenbedingungen hat Kevin schon genannt. Wer merkt, dass es an seinem Standort so nicht klappt, hat folgende Optionen:

                            • Für bessere Tracht sorgen. Das ist ein langfristiges Projekt, das man auch nicht alleine wuppen kann.
                            • Betriebsweise optimieren (z.B. bessere Schwarmkontrolle, Trommelschwarm früh in der Saison, Nachschwärme besser verhindern)
                            • Mehr Völker aufstellen.
                            • (punktuell) mehr füttern
                            • Intensivere Betriebsweise wählen, z.B. Einraumbeute
                            • Wandern
                            • umziehen, bzw. anderen festen Stellplatz suchen
                            • sich ein anderes Hobby suchen ;-)
                            • Hallo

                              2015 ist das erste Jahr mit meiner Biki - mein erstes Volk
                              Trachtlage fand ich relativ gut bis sehr gut ( viele verschiedene Obstbäume, Wildhecken, Efeu, Blumen usw.)

                              Bald merkte ich, dass das Volk sehr gross wurde, überlegte auch an das Öffnen des Honigraumes, was ich nachhinein leider nicht tat: Ergebnis: Heidschwarm und kein Honig

                              Zum Vergleich habe ich ein Volk meines Sohnes - aber im Warre- ca. 10m entfernt
                              Nach der Schwarmzeit habe ich das Warre geöffnet und die Waben waren voll mit Honig. Das Volk finde ich sehr gross und vor der Ernte gab es aber lange Gesichter: nur 4 kg geerntet- die Bienen haben während der Hitzewelle ihren eigenen Honig in der 3 und 4 Zarge fast verbraucht

                              Wir sind aber froh, wenn die Bienen mit ihren eigenen Honig über den Winter kommen, Zufütterung nur wenn der eigene Honig nicht reichen kann...
                              auch bemühen wir uns: Für bessere ( mehr) Tracht zu sorgen
                              und nicht mehr als 3 Völker zu haben, weil es die Trachtlage es wohl nicht erlaubt

                              Außerdem kommt ein Wanderimker zur Blütezeit der Obstbäume in unser Dorf und er meinte nur:
                              bist ja jetzt meine Konkurenz-ich werde wohl einen neuen Standort suchen müssen-
                              als ob 2-3 Völker von uns alle Bäume anfliegen könnten

                              anderes Hobby: nein Danke wir sind sooooooo froh über unsere Bienen- auch wenn sie mich mal stechen - oder mich vor der Biki vertreiben

                              Viele Grüße
                              und ein guter Rutsch

                              Drohn






                              • Hallo Ihr,

                                Danke mal für die Rückmeldungen

                                KMP schrieb am 28.12.2015, 09:47

                                Was im Honig drin ist, kann relativ gut kontrolliert werden.
                                Wie kann ich dies einfach machen ??

                                Ihr sprecht immer von der Trachtlage. Für uns Anfänger ist dies schwierig einzuschätzen.
                                Meine Bienen im Wald sind am Rand. Wald mit Fichten, Kiefern und Eschen, nach ca. 2km kommt der Lech. Linden gibt es sehr wenig.
                                Andere Seite Wiesen, die aber aufgrund vom Wasserschutzgebiet nicht intensiv bewirtschaftet werden (keine Düngung, kein Spritzen). Gibt auch zeitweise viele Wiesenblumen, da teilweise nur 2 mal gemäht wird. Zum Glück - von dem her gesehen kein schlechter Standort. Danach in ca. 1km Entfernung Kleingärten und dann die Ortschaft mit vielen Gärten.
                                Müsste doch eigentlich gar nicht so schlecht sein - oder ?

                                Andere Kiste steht in den Kleingärten, wo auch mein Gemüsegarten ist. Hier sorge ich selber für Nahrungsquellen. Malven und Borretsch wuchert überall - auf meinen Brachflächen gibts Phacelia. An unserem Haus wächst Efeu und wilder Wein. Tolle Geräuschkulisse - da ist zeitweise der Bär los.
                                Ja, und von einem mittelgroßen Apfelbaum hab ich dieses Jahr über eine halbe Tonne schönste Äpfel bekommen. Wenn schon kein Honig....
                                Die Bienen bei den Blüten zu beobachten, ist schon eine Wonne. Schon von diesen Eindrücken her, werde ich diese neue Hobby nicht aufgeben!

                                Versuchsweise werde ich mich mal konsequenter an die Regeln halten - vielleicht gibts dann ein paar Gläschen.
                                Wobei ich mich dann weiter von der natürlichen Lebensweise entferne! Wer gibt schon seinen Lieben nur weißer Zucker....

                                viele Grüße
                                werni




                                • emk schrieb am 28.12.2015, 10:28

                                  Wer merkt, dass es an seinem Standort so nicht klappt, hat folgende Optionen:

                                  • Für bessere Tracht sorgen. Das ist ein langfristiges Projekt.
                                    [li]Intensivere Betriebsweise wählen, z.B. Einraumbeute
                                  • Wandern
                                  • umziehen, bzw. anderen festen Stellplatz suchen
                                  • sich ein anderes Hobby suchen ;-)

                                  hallo Erhard,
                                  zu o. g. Optionen möchte ich kurze Anmerkungen machen.

                                  Trachtverbesserung: Das kann nicht Sache des Imkers (alleine)sein. Hier ist der
                                  Gesetzgeber und unsere Gesellschaft gefordert. Für bestimmte Personengruppen
                                  (Agrochemiker, Landwirte, Forst) müsste es echte gesetzliche Verpflichtungen
                                  zur Verbesserung der Trachtlagen geben. Schließlich beuten sie die Natur und
                                  den Boden rücksichtslos aus!
                                  Gut, auch die Imkervereine könnten sich im örtlichen Bereich einbringen, und sich nicht
                                  nur auf`s Honigernten konzentrieren.

                                  intensivere Betriebsweise (Einraumbeute): hier fällt evtl. die für die bienen zum
                                  Wabenbau benötigte Energie weg, wenn man die Waben ausschleudert und ihnen diese
                                  für die Honigeinlagerung hinzu gibt. Wabenbau verlangt dem Volk ja einiges ab und
                                  hierfür wird viel Honig verbraucht.

                                  Wandern: Ich denke, dass die Bienenkiste nicht unbedingt ne Wanderbeute ist.

                                  Umziehen, o anderen festen Stellplatz suchen:
                                  Zum ersten Punkt würde dem Biki-Imker zur Aufrechterhaltung seiner Bienenhaltung
                                  sehr viel abverlangt bzw. zugemutet. Zum zweiten Punkt könnte das ebenfalls so sein.
                                  Ist ja heute bei den vielen übertrieben ängstlichen Leuten nicht immer einfach,
                                  seine Bienen zu halten.

                                  sich ein anderes Hobby suchen:
                                  Das ist ja nicht wirklich Dein Ernst. Das bedeutet doch nichts anderes als Kapitulation.
                                  Ich glaube nicht, dass es dort, wo Bienen nicht mehr leben können, es für den Menschen
                                  noch schön wäre.


                                  gruss bf
                                    Abyssus abyssum invocat
                                  • Hallo,

                                    Zwischenfrage eines Anfängers:

                                    Was passiert wenn die Honigwaben bei der Ernte in den Brutraum gelegt werden (zumindest ein paar) ?

                                    Update:
                                    hm.. vermutlich gar kein Platz dafür, Waben werden an bestehende angebaut (Wildbau)...
                                    Außerdem wäre es für die Bienen vermutlich das gleiche, wie wenn ich den Honigraum gar nicht Ernten würde.

                                    Bg,
                                    Johannes
                                    [Hinweis: tryme23 hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 8 Monaten geändert.]
                                    • Nachdem ich letztes Jahr, wie auch im Jahr davor, wieder kiloweise (über 20 Kilo gesamt) auffüttern musste
                                      habe ich mir ähnliche Fragen gestellt wie ihr.

                                      Ich hatte während der Hauptblüte das Problem der Umweiselung, somit einen wunderschön ausgebauten
                                      Honigraum mit wenig Honig drin. Dagegen hätte ich sicher nichts tun können.

                                      Den Großteil des Honigs hab ich den Mädels bei der Auffütterung zurückgegeben.

                                      Obwohl wir ländlich wohnen und es viele Gärten einschließlich Streuobstwiesen in der Nähe
                                      gibt fehlt die Spättracht. Linden gibts kaum welche in der Nähe, Brombeeren, Efeu, etc. reichten offensichtlich
                                      nicht aus. Bei uns gibt es sehr aktive Imker im Bezug auf "blühende Landschaften", ein Umdenken
                                      der Gemeinden und auch der Landwirte findet jedoch nur langsam statt.

                                      Was spräche dagegen, bei nicht geschwärmten Völkern die Honigwaben nur zum Teil zu entnehmen
                                      (z.B. einfach die rechte Hälfte zu belassen)
                                      und die Mädels den Rest nach vorne schaffen zu lassen. Platz für die AS-Behandlung wäre somit
                                      ausreichend vorhanden. Die Restwaben im Honigraum könnten dann vor dem Winter entfernt werden
                                      und das Trennschied eingesetzt werden. Sollte da noch Honig drin sein könnte man ihn ja an die Mädels
                                      verfüttern (als Startfutter in den ersten warmen Frühlingstagen oder so).

                                      Die AS-Belastung in diesem Honig dürfte ja eigentlich keine Rolle spielen, wir nehmen ja auch keine Rücksicht
                                      auf den im Brutraum eingelagerten Vorrat.
                                      Natürlich stellt sich da die Frage der AS-Belastung der spät entnommenen Waben. Könnten diese eingeschmolzen und
                                      wiederverwendet werden oder sind die Rückstände zu groß?

                                      Ich bin sehr gespannt auf die Gedanken, die sich EMK zwischenzeitlich gemacht hat.

                                      Dir Bf Danke dafür, dass die dieses spannende Thema zur Sprache gebracht hast.

                                      LG Jenny
                                        Die Hoffnung stirbt zuletzt
                                      • In seinem Buch "Der Praktische Imker" ab S. 140 erläutert uns Heinrich Storch die Eigenversorgung verschieden gearteter Völker. Er gibt am Schluss seiner Ausführungen
                                        den Tipp, auch bei neuzeitlichen Betriebsweisen (mit der Südbiene, Mischrassen) Ausschau
                                        nach Völkern zu halten, die nicht nur Erträge im Honigraum sondern auch mit Brutraumvorräten
                                        von einigen Kg Honig in den Winter gehen.
                                        Er empfiehlt Umschau zu halten, wo das "Gute" neben dem "Schlechten" steht und dann die
                                        Völker zu vermehren, die mit Honigkappen im Brutraum in den Winter gehen.

                                        Er schreibt, dass schon in der einzigen Eigenschaft des Brütens mitten im Winter der hier
                                        eingeführten südlichen Bienenrasse die Ursache verschiedenen Unheils liegt.

                                        Könnte es demzufolge sein, dass man sich bei seinen Überlegungen, wie man die Eigenversorgung
                                        seiner Völker stärkt immer nur im Kreise dreht, solange man nicht auch mit der richtigen,
                                        für unsere Gegend geeigneteren Bienenrasse imkert?

                                        bf


                                          Abyssus abyssum invocat
                                        • Ich habe ja schon weiter oben geschrieben, was wesentliche Faktoren sind.

                                          Die Zucht einer lokal angepassten Bienenrasse ist sicherlich aus wesensgemäßer Sicht erstrebenswert (und derzeit leider nahezu unmöglich, weil Bienen- und Königinnenimporte nicht verboten sind). Der Einfluss auf den Honigertrag wird aber im Verhältnis zu den anderen genannten Faktoren eher gering sein.

                                          Tracht und Betriebsweise sind die wesentlichen Einflussfaktoren. Deshalb imkern professionelle Imker intensiv (Schwarmverhinderung, Absperrgitter, Mittelwände, ...) und deshalb wandern sie.