Hat jemand Erfahrungen mit Dreiecksleisten im Honigraum gemacht?
Würde Wabenbau funktionieren, wenn man statt Anfangsstreifen Dreiecksleisten einsetzt?
(evtl. mit ein, zwei Mittelwänden als Aufstiegshilfen)
bf
Diese Frage wurde von mehreren Migliedern des Forums beantwortet. Siehe erste Antwort.
Vom Fachzentrum Bienen, Veitshöchheim (es geht um die Top Bar Beute):
Mittels einer unter den Oberträger geschraubten Dreiecksleiste vergrößert sich die Verbindungsfläche zwischen Oberträger und Wabe.
Das Abknicken oder Ab-reisen der Waben wird damit stark verringert.
Um Wirrbau zu vermeiden, sollten die Holzleisten vor dem Einsatz mit Bienenwachs behandelt werden. Dazu wird flüssiges Wachs mit einem Pinsel auf die Dreiecksleiste gestrichen und somit eine für die Bienen akzeptierbare Baurichtung vorgegeben.
Dreiecksleisten: 30 mm breit, 20 mm hoch, .... mm lang
Natuerlich sollte mann die FAQ beachten !
Traeme von einem Standort mit super Tracht, keine abnormalen Hitzen und gesunden starken Biennenvoelckern und ach ja leckeren Wabenhonig ohne Mittelwaende...
LG
" An Stelle der kostspieligen, zum Sport ausgearteten Kunstimkerei hat eine naturverbundene, einfache Erfolgsimkerei zu treten."
Siedlern und Bauern als berufene Bienenzuechter muss es moeglich gemacht werden, mit einer leicht selbst herstellbaren einfachen Bienenwohnung, ohne besonderen Aufwand an Material, Fachkenntnisse, Geld und Arbeit, ohne Maschinen und Geraete, ohne Zuckerverbrauch und Kunstwaben, auf rein naturgemaesse Art, erfolgreich zu imkern.
Ließe sich
a) Schrägbau eher vermeiden, wenn die Oberträger (Dreieckleisten) nur 25 mm statt
35 mm breit sind, mit Wabenabständen von 10 mm
b) Wabenabriss vermeiden, wenn man zumindest Seitenteile (ähnlich Rähmchen)
an den Oberträgern anbringt (ich weiß, du bist kein Freund von
geteiltem Wabenbau
c) habe in der Literatur gelesen, dass die Schräge sehr flach gehalten sein soll Winkel von ca. 12 Grad und die Schräge bis zur Spitze allenfalls 3-4 mm
Auf der Block-Seite - noch extensiver Imkern - sind die Schrägen hingegen
sehr steil.
d) hast du schon mal Dreiecksleisten im Honigraum getestet, kannst von eigenen
Erfahrungen berichten bzw. gibt der Bericht im Block deine Erfahrungen wieder?
güsse bf
[Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 5 Monaten geändert.]
ich habe für diese Saison eine Bienenkiste für den Einsatz ohne Mittelwände vorbereitet, da ich gerne auf den Kauf und Einsatz der Mittelwände verzichten würde.
Als Ersatz setzte ich jedoch keine Dreiecksleisten ein, sondern Leitstreifen aus Sperrholz. Da die Sperrholzstreifen dicker als die Mittelwände sind, musste ich die Oberträger einen klein wenig schmaler sägen, um die 35 mm Abstand untereinander einhalten zu können. Die Sperrholzstreifen habe ich dann mit Wachs bepinselt.
Diese Variante wird auch von der LWG Bayern wegen der größere Stabilität in der TBH bevorzugt.
Mal schauen wie es läuft. Diese Art der Oberträger habe ich schon in der TBH und der Warrebeute im Einsatz, bisher problemlos.
Hallo Harry
danke für den Hinweis.
In der Warré-Beute werden die Waben rechts und links an die Zarge angebaut
und erfahren auf diese Weise einen guten zusätzlichen Halt. In der TBH
hängen sie frei.
Hattest du schon mal mit diesen Oberträgerleisten Wabenabbruch oder Wirrbau?
Wieviel mm Brettstärke und wie hoch sind denn deine Leisten? Nagelst du
die dann genau wie Anfangsstreifen in die Oberträger?
gruss bf
PS: War heute noch ganz in Deiner Nähe, in Feldkirchen, gleich nebenan. Bin
öfters dort.
[Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 5 Monaten geändert.]
die Sperrholzstreifen sind 3 mm dick und schauen ca. 15 mm aus den Oberträgern heraus.
Wabenabrisse bisher keine, die Beuten stehen bei mir ab Mittag immer beschattet.
In der Warre sind die Bienen in einer Zarge geringfügig abgewichen, dort haben sie an einer Stelle eine Y-Wabe angelegt, ansonsten wie gewünscht.
Die Oberträger für den Honigraum der Biki sind genauso genagelt wie vorher mit den Mittelwänden, hält einwandfrei.
Anbei ein kleines Foto einer BK mit Dreiecksleisten im Brut- und im Honigraum.
Das Foto stammt aus nachfolgendem kleinen Videofilm. https://www.youtube.com/watch?v=lOjOhfnCU0k
Werde es dieses Jahr auch ohne Mittelwände versuchen. Da habe ich liebe eine etwas schmälere Honigernte, bevor ich viel Geld für Bio-Mittelwände ausgebe, die dann trotzdem verunreinigt sind, wie der jüngste Skandal mal wieder zeigt. Man kann halt doch nur seinem eigenen Wachs vertrauen, und die Unabhängigkeit zur Mittelwandindustrie ist für mich ein weiterer großer Pluspunkt für die wesensgemäße Bienenhaltung.
Aufstiegshilfen für die Bienen benötigt man meiner
Meinung nach nicht zwingend, da der Honigraum ja nicht aufgesetzt wird und die Gefahr, dass die Bienen von unten nach oben bauen nicht wirklich vorhanden ist. Die Bienen werden wohl vemutlich genauso vorgehen wie bei de Erstbesiedelung. Also von vore nach hinten bauen.
Als Oberträge könnte man entweder wie oben beschrieben vorgehen, oder man nimmt Leisten im Format 10x36mm und fräst eine Nut von 3mm mittig hinein. In diese kann man dann Anfangsstreifen aus Holz einleimen und mit Wachs bestreichen. Das würde das Zusammennageln ersparen.
sieht toll aus:-)
Was hast du als Anfangsstreifen genommen, und wie war die Honigernte im Vergleich mit der mit Mittelwänden.
Wie waren die Waben im Hinblick auf Stabilität?
wann hast du die Oberträger mit Mittelwandstreifen eingesetzt u. wann erfolgte die Ernte
wie stark war der Bruteinschlag im Honigraum
wie viele Waben wurden ausgebaut und teilausgebaut
hast du ein Absperrgitter benutzt
in wie vielen Waben war Honig eingelagert und wie hoch war letztlich Ernte
1) Honigraum eröffnet am 22.4.2016
2) kein Bruteinschlag im Honigraum
3) alle Waben wurden komplett ausgebaut
4) nein kein Absperrgitter
5) in allen war Honig eingelagert
6) 13.8. abends Waben durchgeschnitten
7) 14.8. Honigernte
8) Honigertrag 11kg
Waben wirkten sehr stabil, konnte ich ohne Mühe in die Plastikbox stellen. Auch wie die Waben im Honigraum entfernt wurden, hatte ich nicht den Eindruck sie sind instabil.
ganz herzlichen Dank für diese aufschlussreiche Auflistung.
Du scheinst einen guten Standort und Trachtlage zu haben. Und mutig warst du
auch, indem du bis Mitte August mit der Varroabehandlung gewartet hattest.