@garbeam
Ich bin dir dankbar, dass du die Gründe, die dich zur Abkehr von der Bienenkiste bewegen in deiner eigenen sehr sachlichen Weise nachvollziehbar dargestellt hast. Kein Wort der Enttäuschung! Sehr gut!!!
Bei mir funktioniert die Bienenkiste nicht wirklich gut. Deswegen bin ich von der Bk jedoch in
keiner Weise enttäuscht. Im Gegenteil: Ich finde sie richtig gut und EMK`s Konzept dazu ist
einmalig und hervorragend.
Nun zu deinen Anmerkungen @liebe Jutta
Du hast das große Glück ein Volk zu haben, das über mehrere Jahre nicht geschwärmt ist, die
Kiste optimal ausgebaut hat und dich und deine Familie zufriedenstellend mit Honig versorgt.
Dies alles spricht für eine gute, sicherlich noch relativ durchgängig vorhandene Trachtlage.
Überlege mal wie es wäre, wenn du jährlich Ende Juni Anfang Juli einen halb ausgebauten
(wenn überhaupt), teilweise mit Brut belegten Honigraum vorfindest.
Du musst ihn leeren, ob du willst oder nicht. Die Hälfte der Mittelwände kannst du einschmelzen,
die sind verloren. So ging es mir fast jedes Jahr, zugegeben, nicht immer bei allen vier Bkisten.
Da kommt Frust auf- ich wiederhole- nicht über die BK sondern über die Randbedingungen hiesiger
Bienenhaltung. Das ist in erster Linie die zunehmend schlechteren Trachtbedingungen und
Vergiftungen.
Deshalb habe ich für mich (und wer will auch für andere) die Bienenkiste bereits tiefgehend
optimiert und dabei kam die aufrecht stehende Bienenkiste heraus. Die war jetzt im ersten Jahr
direkt ein voller(naja!) Erfolg. Deshalb denke ich schon, dass jeder auch durchaus kleine
Optimierungmaßnahmen bei der Betriebsweise vornehmen kann oder gar muss. Wie zum Beispiel
die Verkleinerung des Honigraums, wie in Petra`s Fall. Darin hat sie meine Unterstützung.
Ich möchte nochmals EMK`s Ausführung zur Verbesserung der Winterselbstversorgung erinnern:

EMK empfiehlt, die Betriebsweise zu optimieren und nennt ein paar Beispiele. Ich denke nicht,
dass diese Aufzählung abschließend ist. Ich kann mir vorstellen, dass das Umkehrprinzip für
die Betriebsweise einer BK in honigarmen Gegenden durchaus zu einer deutlichen Verbesserung
beitragen kann, ohne tiefgreifende Veränderungen vornehmen zu müssen.
Ob der Honigraum dabei kleiner ist als der Brutraum, ob man beide Räume gleich groß gestaltet oder den gesamten Innenraum drittelt, wie von Micha vorgeschlagen spielt u. U. keine große
Rolle.
Das Vorhaben soll aber auch nicht in Optimierungswut ausarten. Da käme wirklich nichts gutes
bei raus und es soll auch niemand durch kleine Optimierungsvorschläge vom bisherigen gut
funktionierenden Konzept abgehalten werden.
Leider wissen wir nicht, bei wie vielen Freunden die BK tadellos funktioniert und bei welcher
Anzahl es nicht funktioniert. Wenn sich das Umkehrprinzip als hilfreich in ausgeräumten
honigarmen Gegenden herausstellen sollte, wäre das BK-Konzept, kaum verändert, weiterhin anzuwenden. Kleine bauliche Details sind dabei unerheblich.
So sehe ich das, und so möchte ich weiter darüber nachdenken. Es ist wie mit allem:
Wenn der Gedanke einmal da ist - mündet er unweigerlich in ein Handeln.
danke für deine (fettgedruckte) Klarstellung! Ich sehe das genauso. "Never change a winning team" - oder System! Bei mir funktioniert die Bienenkiste hervorragend, so wie sie ist, so dass es für mich keinen Grund gibt, daran herum zu basteln. Deine Gründe dafür sind dagegen nachvollziehbar.
Liebe Jutta, wir liegen ganz nah beieinander. Und Deine Beiträge sind wirklich immer sehr
herzerwärmend.
Gruß bf
[Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren geändert.]