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  • Gestern habe ich meine vier Bienenkisten auf die AS-Behandlung vorbereitet und dabei diese Kiste
    voll mit ausgebauten Waben, auch in Rähmchen, manche teilausgebaut, aber auch viel Wildbau geerntet.
    Alles mit Melezitosehonig gefüllt!



    Nun war Pressen angesagt - stundenlang!. Und jetzt sind die Presssäcke aber so was von fertig.
    Teilweise habe ich sie zwischendurch repariert, dann sind sie an anderer Stelle wieder gerissen!
    Auch bin ich auf Nylonstrümpfe ausgewichen, aber auch die hatten bald Löcher.

    So sehen sie jetzt aus, die arg strapazierten Presssäcke.



    Frage:
    Kennt jemand eine Quelle für gute Presssäcke, die strapazierfähig und haltbar sind.
    Bei meinen handelt es sich um Kartoffelpresssäcke aus Baumwolle.
    Hat jemand Erfahrung mit Presssäcken aus Kunstfaser, sind die besser?

    beste Grüße
    bf
      Abyssus abyssum invocat
    • Hallo bf

      das sieht ja schlimm aus mit deinen Presssäckchen

      Ich denke alles was hart ist und nicht nachgeben kann reißt aus.

      Mein Gedanke sind Kompressionsstrümpfe, die sollen ja sehr elastisch sein, aber ob diese für Honig zum Pressen geeignet sind, dass müssste man ausprobieren.
      Ich habe wie Du das gleiche Problem mit dem Pressen
      Vielleicht hat ein anderer Imker eine bessere Lösung!
      Viele Grüße
      Drohn
      • Schau mal die "Presstücher zu Obst- und Beerenpresse" an. Der Stoff ist "Trevira", ein Polyester, aber ich habe auch Lein gesehen. Ich weiß nicht ob so ein Tuch als Sack dienen könnte. Aber eventuell könnte man einen passenden Sack aus dem Stoff nähen.

        Schöne Grüße

        Kevin
          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
        • Fliegengitter aus dem Baumarkt, ordentlich gespült und doppelt genommen, ist nahezu unzerstörbar. Nehme ich zum Beerenpressen und für den ersten Durchgang bei der Biki-Honigernte.
            Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

            Ein paar dumme Sprüche: Rettet den Wald, esst mehr Spechte! - Gott, gib mir Geduld, aber zackig! - Was Hänsel nicht lernt, lernt Karlchen dann eben auch nicht ...
          • Ich lüfte wohl kein Geheimnis wenn ich sage, dass sie Dinger platzen, wenn innen der Druck zu hoch ist. Umso dichter das Material und umso weniger viskos die Flüssigkeit, desto höher wird der Druck. Die Baumwollsäcke zum Kartoffelpressen eigenen sich wohl für das Stärkewasser aus Kartoffeln, aber nicht für Honig, da viel zu dicht gewebt. Ich hatte mir auch ein paar Presssäckchen zugelegt, benutze die noch intakten Baumwollteile (und die leichter zu reinigenden Trevirasäckchen) aber jetzt nur noch zum Beerenpressen. Genau wie Meph bin ich wieder auf Fliegengitter zurückgekommen, das ich wasche, einfach in die Presse lege, Honigpampe rein und oben zubinde. Die Maschenweite ist meiner Erfahrung nach ideal zum Auspressen, danach freilich noch durch ein Spitzsieb.

            Elastisches Material ist übrigens nicht zu empfehlen. Man möchte den Honig ja durch das Gewebe pressen und keine Ballons aufpusten.

            Viele Grüße
            Michael
            • Hallo Michael

              man lernt halt nie aus
              Das mit dem Fliegengitter probiere ich nächstes Jahr aus

              Viele Grüße
              Drohn
              • Hallo zusammen,
                ich danke Euch für Eure Anregungen. Ich werde nächstes Jahr dann auch erst mal das Fliegengitter
                ausprobieren und auch doppelt legen, wie Meph dies empfiehlt.
                Sollte das dann - wider Erwarten - nicht zufriedenstellend funktionieren, dann kommt evtl.
                ein solches Presstuch in Betracht:

                Das gibt's bei Dehner zu kaufen, 25,- Euro, ein stolzer Preis. Im Moment ist mir das ehrlich gesagt zu teuer. Aber das ist wirklich gute Qualität. Der Imker, bei dem ich es gesehen und anfassen konnte, ist davon überzeugt.

                schöne grüße
                bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 1 Monat geändert.]
                  Abyssus abyssum invocat
                • Ich danke Euch für Eure Anregungen. Ich werde nächstes Jahr dann auch erst mal das Fliegengitter ausprobieren und auch doppelt legen, wie Meph dies empfiehlt.

                  Nun bin ich dieses Jahr doch noch dazu gekommen, das Fliegengitter zum Pressen auszuprobieren.
                  Bei einem befreundeten Imker schnitt ich Wirrbau aus der oberen Magazinzarge aus und konnte einen 10-Liter-Eimer füllen. Die Waben kamen in die Presse und wurden mit doppelt gelegtem weißem Fliegengitternetz gepresst.

                  SPITZE! Der Honig lief zügig aus und der Presskuchen ließ sich sehr einfach
                  vom Netz lösen, selbst die kleinen Teilchen gingen gut ab. Und das Tollste ist, dass ich den Honig ohne Sieb sauber in den Eimer laufen lassen konnte.

                  Noch einmal Danke Meph, für den Tipp.

                  gruß bf
                    Abyssus abyssum invocat
                  • Hallo!
                    Mit welchem Gerät presst Ihr die Waben in den Fliegengittersäcken aus?
                    Da würde mich ein Foto interessieren.

                    Grüße!
                    Barbara.
                    • Hallo Barbara,
                      da seit Eröffnung dieses Fadens schon ein paar Jahre vergangen sind, kann ich dir aus meiner
                      Erfahrung folgendes sagen:
                      Ich benutze einfaches Fliegengitternetz (Kunststoff, flexibel wie ein Tuch). Davon
                      schneide ich mir eine genügend große Fläche ab und kleide damit meine Presse innen aus.
                      Die zerkleinerten Waben schütte ich dann in die Presse auf dieses Netz, zwirble es oben
                      mit den überstehenden Enden zu, lege den Pressdeckel auf und los gehts.

                      Hinterher greife ich das Netz und ziehe den Presskuchen aus der Presse, wickle den
                      Presskuchen heraus und wasche das Netz in kaltem Wasser aus. Wenn man das Netz beim
                      Auswaschen gegeneinander reibt, lösen sich auch fest verpappte Wachsteilchen ab.
                      Anschließend schlage ich das Netz feste aus, die Wachsteilchen fliegen weg und das Netz
                      ist sofort wieder einsatzbereit.

                      Einfache Lage genügt!

                      Ist stabil, mehrfach verwendbar und sehr günstig. Wenn sich die ersten Löcher zeigen
                      wird es gegen ein neues Stück ausgetauscht.

                      Auf meiner Stockkarte sind Fotos meiner Obstpresse vorhanden.

                      gruß bf
                        Abyssus abyssum invocat
                      • Hallo Barbara,
                        ich benutz auch einfaches Fliegengitternetz. Zum auspressen hab ich
                        mir 2 Bretter gerichtet, die ich mit Schraubzwingen als Presse verwende.
                        schaus dir mal an:
                        https://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/?thread=1129&page=3 Reply #48

                        LG
                        Siggi
                          "Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt." wird Einstein zugeschrieben