Hallo,
wir machen die Ernte immer (5. Mal jetzt) in einem Schritt. Beim ersten Mal, wenn man also noch völlig unerfahren ist, kann es schon zu einiger Kleckerei kommen, ebenso zu verklebten Bienen. Damit muss man rechnen, oder eben doch die Zweischrittmethode anwenden.
Ganz hilfreich ist es, wenn du eine Plastikplane unterlegst, dann kannst du den "Tatort" wenistens sauber zurücklassen, auch sieht man dann die runtergefallenen Bienen besser und zertritt sie nicht, wie im Gras.
Für Ruhe an der Kiste sorgt auch ein Tuch, Karton oder Mulchfolie, mit der man den Brutraum abdeckt (Heftzwecken o.ä. mitnehmen) solange man am Honigraum zugange ist, s. Bild.
Wichtig ist es auch, einen Partner dabei zu haben, der die ausgelösten Honigwaben entgegen nimmt, abfegt und bienendicht in einer passenden Plastikkiste mit Deckel unterbringt, bis alles abgeerntet ist. Zum Abfegen brauchst du noch eine weitere Kiste, denn die irritierten Bienen sollten möglichst nicht sofort wieder ins Volk gefegt werden (wird ja auch durch die Brutraumabdeckung behindert), weil die sonst von ihrem schrecklichen Erlebnis berichten und den Rest der Mannschaft aufbringen. Ich habe immer zwei Bienenbesen dabei und natürlich einen großen Eimer Wasser, damit die Besen abgespült werden können und einer immer sauber und honigfrei einsatzbereit ist.
Hört sich alles wilder an, als es tatsächlich ist, aber beim ersten Mal geht es einfach und natürlicherweise noch nicht so glatt wie bei den nächsten. Gut wäre auch, sich das Ganze nicht nur auf Youtube sondern im Real vorher mal anzusehen - falls man denn einen Bienenkistler in der Nähe hat. Hatte ich nicht.
Vor allem: alles ganz in Ruhe machen, keine Hektik verbreiten, keine Angst haben. Vor Stichen schützt die richtige Schutzkleidung. Und die Socken über die Hosenbeine ziehen!
Viel Erfolg!
Jutta