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  • Auszug aus dem alten Forum

    Erhard Maria Klein
    19. Mär

    der Nassenheider Professional ist eigentlich theoretisch sogar die bessere Wahl. Wir haben das bisher aber noch nicht als Tipp veröffentlicht, weil es bei der Einführung große Probleme mit der Dosierung gab. Daraufhin gab es eine Rückrufaktion und die Konstruktion wurde noch mal geändert. Die neue Version ist nach meinen ersten Erfahrungen wohl OK. Ich habe aber immer noch das Gefühl, dass es leichter zu einer unbeabsichten Überdosierung kommen kann, als beim NV-horizontal.

    Wer der Professional einsetzt, sollte daher auf jeden Fall nach 24 Std. die Verdunstungsrate kontrollieren. In der Handhabung ist der Professional wesentlich angenehmer als der Horizontal.

    Hallo lieber Erhard,liebe BK-Imker
    ich bin grad dran ne neue Bestellung aufzugeben u.a. auch Verdunster...du hast das Gefühl dass es zu unbeabsichten Überdosen kommen kann, hast du ne Vermutung an was das liegt? Kannst du ne Empfehlung aussprechen? Hab bisher nur ein Volk und möchte eigentlich kein unnötiges Experiment auf Kosten meiner Bienen eingehen...obwohl ich weis..no risk no fun..oder gibts schon Erfahrungen aus der letzten Bienensaison? [Hinweis: emk hat den Beitrag zuletzt am vor 7 Jahren, 1 Monat geändert.]
      "Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt." wird Einstein zugeschrieben
    • Siegfried schrieb am 26.03.2013, 21:25
      Hallo lieber Erhard,liebe BK-Imker
      ich bin grad dran ne neue Bestellung aufzugeben u.a. auch Verdunster...du hast das Gefühl dass es zu unbeabsichten Überdosen kommen kann, hast du ne Vermutung an was das liegt? Kannst du ne Empfehlung aussprechen? Hab bisher nur ein Volk und möchte eigentlich kein unnötiges Experiment auf Kosten meiner Bienen eingehen...obwohl ich weis..no risk no fun..oder gibts schon Erfahrungen aus der letzten Bienensaison?
      Meine Erfahrungen der letzen Saison (und auch die Erfahrungen von ein paar befreundeten Imkern) haben gezeigt, dass die gezielte Einstellung einer bestimmten Verdunstungsrate (dafür sind ja die verschieden großen Dochte zum Auswechseln gedacht) etwas schwieriger ist, als beim alten Verdunster.

      Ich habe keine Bedenken, den neuen "professional" zu verwenden, zumal er wesentlich einfacher in der Handhabung ist. Eine Kontrolle der Verdunstung nach 24 Std. ist aber m.E. ein Muss!
      • Das habe ich natürlich jetzt zu spät gelesen und den Verdunster schon besorgt wink
        Werde dann mal berichten wie es gelaufen ist.

        Habe in dem Laden, wo ich den Verdunster besorgt habe dann auch nach Ameisensäure gefragt. Auch 60%ige bekommen, jedoch mit dem Hinweis: man müsse mir sagen, dass dies technische Ameisensäure seie, die ofiziell für die Varohabehandlung nicht geeignet ist?, aber die gleiche Wirkung hat??

        Kann da einer was zu sagen? BZW. welche man am besten benutzt.
        • eva schrieb am 22.06.2013, 23:48
          man müsse mir sagen, dass dies technische Ameisensäure seie, die offiziell für die Varohabehandlung nicht geeignet ist?, aber die gleiche Wirkung hat??

          Zugelassen ist nur "AS 60% ad. us. vet." (ad usum veterinarium = zum Gebrauch bei Tieren).

          Aus einem landlive.de Beitrag (die Genauigkeit kann ich nicht beurteilen): "Die technische AS [ist] nicht zugelassen, da sie nicht abbaubare Stoffe enthält.
          Zugelassen ist die 60%ige AS ad. us. vet. und kostet im Sammelbezug über den Imkerverein ca. 6,50 €/L und reicht für 6 Bienenvölker bei einer viermaligen Behandlung."

          Hier im Imkerbedarfladen vor Ort kosten Einzelflaschen der "Ameisensäure ad us. Vet. 60 %ig" 8,30 pro Liter.

          -K

            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
          • Bei technischer Ameisen- oder Oxalsäure kann es Rückstände aus der Produktion geben. Z.B. Schwermetalle. Die Betonung liegt auf "kann". Der wichtigste Unterschied zw. technischer Säure und "ad us vet." ist, dass dort die Reinheit garantiert wird. Folglich ist nur sie zugelassen, um Lebensmittel zu produzieren. Wenn man technische Säure einsetzt, kann man nicht sicher wissen, dass es auf lange Sicht keine Rückstände im Honig gibt.
            • Hallo!

              Ich hatte dieses Jahr im Juli die AS-Behandlung mit einem Nassenheider Professionell durchgeführt. Alles hat prima geklappt, die Dosierung hat genau gepassst. Das Handling ist um einiges leichter als beim Nassenheider Horizontal, mit dem ich im vorigen Jahr behandelt habe. Die AS lässt sich mit ruhiger Hand direkt von der Flasche in die Verdunster-Flasche gießen. Auch kann die Verdunster-Flasche dann wieder verschlossen werden und dann erst direkt bei der (offenen) Kiste der Verdunstereinsatz draufgeschraubt werden. Das Herausnehmen der Flasche zur Kontrolle der Verdunstung ist auch einfach, Docht und Gitter sind besser mit der Flasche verbunden. Hilfreich finde ich auch die Schale mit Tuch, die die Bienen allerdings schnell festgekittet hatten.
              Ich kann den also nur empfehlen, ist ja wohl gegenüber der ersten Version noch mal verbessert worden.

              Sebastian [Hinweis: naumann hat den Beitrag zuletzt am vor 7 Jahren, 1 Monat geändert.]
              • Ich kann auch nur sagen: das Handling des Professional ist prima. Kannst Du gut im Haus füllen, dann vor Ort einsetzen. Kein Theater mit Unterlage, da schöne Schalen (haben die Bienen bei mir auch angekittet, aber das macht ja nichts). Und die Verdunstungsrate ist sehr konstant. Würde ich wieder kaufen.
                • Moin,

                  ich habe vor ein paar Tagen auch mit der Varroabehandlung mit Hilfe des Nassenheider Verdunsters Professional begonnen.

                  Handling ist wie von Euch beschrieben supereinfach.

                  Ich habe nur ein kleines Detail zu bemängeln. Wenn ich den Verdunster mit der mitgelieferten Plastikschahle einsetzte habe ich kaum noch Platz um mit Futterteig zu füttern.

                  Es ist dann doch ziemlich eng im Honigraum.

                  Lg, Andreas
                    Andreas K. - Bremen - ehemaliger Bienenkistler, imkere mittlerweile mit Dadant.
                    __________________________
                  • Die (die Varroabehandlung und die Auffütterung) soll man lieber eins nach dem anderen machen (und nicht gleichzeitig), habe ich so verstanden.

                    -K
                      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                    • Nicht gleichzeitig füttern, kam hier inzwischen mehrfach.
                        sapere aude
                      • Wenn ich das richtig verstanden habe, soll man nicht flüssig füttern, da die Säurekonzentration in der Luft der Beute dadurch "verwässert", aber mit Futterteig soll es durchaus machbar sein.

                        Bin jetzt mal wieder verwirrt... wink
                          Andreas K. - Bremen - ehemaliger Bienenkistler, imkere mittlerweile mit Dadant.
                          __________________________
                        • Ehrlich; bin ich jetzt wieder mal zu lax
                          oder warum versteh ich nicht, weshalb alle hier unbedingt gleichzeitig (weiter-)füttern und behandeln wollen?

                          Die Bienen verhungern jetzt grad doch nicht in den 10-14 Tagen Behandlung?
                          Ich würde das Zeug ungeachtet aller anderen Argumente schon deshalb nicht gleichzeitig im Honigraum haben wollen,
                          weil AS Geschmack und Inhaltszusammensetzung bestimmt nicht verbessern wird.

                          Überhaupt wird immer wieder betont, dass man zwar anfangs den Futterstrom nicht abreißen lassen soll,
                          aber den Bienen keinen Gefallen tut, wenn man sie rundum durchfüttert.

                          Wozu auch? Um alles richtiger als richtig zu machen?
                          Nach dem was ich las, gibts nen Qualitätsunterschied zwischen Zucker- und Nektarwabenbau^^

                          Die Herbstauffütterung läuft im September an und soll dann bis Mitte des Monats beendet sein - hab ich jedenfalls bei den Demeter-Imkern gelernt.
                            sapere aude
                          • Die Auffütterung im Spätsommer/Herbst soll lieber flüssig sein.

                            In einem anderen Forum erzählt ein erfahrener Imker, dass er vor der AS-Behandlung kurz auffüttert und danach gleich weiter. Könnte ich auch verstehen. Hauptsache wohl, dass genug Reserven im Volk vorhanden sind.

                            Ich habe gestern Abend damit angefangen, da bei uns anscheinend wenig Nektar eingetragen wird (Gewicht hat sich in der letzten Woche nicht geändert bzw. hat das eine Volk eventuell abgenommen).

                            Da ich nicht zu weit vom Thema abweichen habe ich am Wochenenende noch eine Meinung zum Nassenheider Professionell gehört: die zusätzlichen paar Euro dafür (im Vergleich zum Nassenheider Horiz.) lohnen sich auf jeden Fall.

                            -K
                              Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                            • akasche schrieb am 19.08.2013, 09:32
                              Wenn ich das richtig verstanden habe, soll man nicht flüssig füttern, da die Säurekonzentration in der Luft der Beute dadurch "verwässert", aber mit Futterteig soll es durchaus machbar sein.
                              Bin jetzt mal wieder verwirrt... wink

                              Die Ameisensäurekonzentration beeinträchtigt die normalen Abläufe im Bienenvolk. Die Bienen meiden (zum Glück) den Verdunster. Sie mit Futter dorthin zu locken, wo eine hohe Ameisensäurekonzentration herrscht, ist nicht gerade nett. Außerdem muss das Futter noch in Honig umgearbeitet werden. Es wird also aufgelöst und immer wieder in offenen Zellen umgetragen. Es durchläuft also genau wie ursprünglich flüssiges Futter eine flüssige Phase, in der es Ameisensäure absorbieren kann.
                              Füttern regt im Normalfall die Bruttätigkeit an. Es ist aber nicht so gesund in der Ameisensäure-Luft zu brüten. Besser wäre es, wenn danach die Bruttätigkeit wieder angkurbelt wird.