Hallo zusammen,
ich habe am Wochenende einen schönen Nachschwarm einlaufen lassen, die Kö ist also noch nicht begattet.
Jetzt ist aber für die nächsten zwei Wochen durchgehend echt mieses Wetter angesagt, höchstens mal stundenweise kleine Lichtblicke.
Meine Sorge ist zum einen, dass die Kö bei einem Wettersturz verloren geht oder für zwei Wochen garnicht erst ausfliegt.
Hat vielleicht jemad von Euch Erfahrungen mit den Herausforderungen von Hochzeitsflügen in Schlechtwetterperioden?
s.
repariere nichts, was nicht kaputt ist. (Alf)
Der Ablauf ist folgender:
Kurz nach dem Schlupf sucht die Jungkönigin als erstes nach ihren Rivalinnen
und tötet sie ab bzw. veranlasst das Volk, die W-Zellen auszubeißen. Geschieht dies nicht, fängt sie erboßt an, zu tüten und die Rivalinnen antworten mit Quaken. In diesem Falle wird es einen oder mehrere Nachschwärme geben.
Zwischen dem 3. und 8. Tag nach Schlupf wird die Königin geschlechtsreif,
brünftig. Zu Beginn der Brunft fliegt sie sich mehrfach vor dem Flugloch
ein und prägt sich dabei ihren Wohnort genau ein. Danach kommt es zu mehreren
Begattungsflügen bis die Begattungsakte abgeschlossen sind. Diese Ausflüge
dauern 20 -30 Minuten.
Nach dem 8. Tage erlischt die Brunft. Sollte die Königin bis dahin keine
Möglicheit einer Begattung erfahren haben, muss sie sich ihrem Schicksal ergeben und das Volk endet in Drohnenbrütigkeit.
Meiner Meinung nach brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Es wird kurze
günstige Wetterbedigungen geben und die Königin findet auch in ihr Volk
zurück.
gruß bf
Abyssus abyssum invocat
Hallo Bienenfreund,
danke, das klingt gut, dann diese Volk liegt mir nach seinem "speziellen Start" doch ziemlich am Herzen.
Am Freitag hatte ich einen schönen 1,5kg Schwarm gefangen, der sich aber nicht beruhigen wollte, auch mit Kellerhaft über Nacht nicht. Am Samstag ist er trotzden ganz artig eingewandert, zunächst jedenfalls. Nach einer Stunde kam der wieder raus und hing auch über Nacht als feste aber unruhige Traube vor der Kiste, war also nach meiner Vermutung weisellos.
Am Sonntag hab ich dann einen kleineren Nachschwarm angeboten bekommen, kaum ein Kilo, aber sicher mit Weisel. Meine Idee: wenn ich den auch einlaufen lasse, dann zieht die neue Kö vielleicht den weisellosen ersten Schwarm mit zurück in die Kiste.
Das hat zum Glück auch sehr gut funktioniert. Der kleine Schwarm ist zügig unter der Traube hindurch einmarschiert. Wir haben die Kö auch entdeckt, wie sie rein ist. Und wie mit umgelegtem Schalter hat sich die Traube vom ersten Schwarm angefangen aufzulösen und auch wieder mit einzuziehen. Keinerlei Kämpfe, ein tolles Erlebnis.
s.
[Hinweis: spunf hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Jahr, 4 Monaten geändert.]
repariere nichts, was nicht kaputt ist. (Alf)