Hinweis: Dieses Forum ist seit Ende Februar 2020 archiviert. Hier geht's zum neuen Forum ...

abonnieren: RSS
  • Hallo zusammen,

    ich habe vorgestern mit der Varroa-Behandlung an meinen beiden kleinen Völkern begonnen.

    Gestern nachmittag fiel bei dem einen Volk starker Flugbetrieb auf. Als wir eine Weile beobachtet hatten, haben wir auch Kämpfe am Flugloch gesehen. Also wurde das Flugloch auf 10cm eingeengt. Heute früh ist immer noch gewaltiger Betrieb. Als ich hinten geöffnet habe, um die Verdunstungsrate zu prüfen, kamen mir viele Bienen entgegen. Der Boden ist übersäht mit Wachskrümeln - ich nehme an, von den Honigwaben.

    Kann ich für das Volk noch etwas tun? Werden die Räuber, wenn sie mit dem einen Volk fertig sind, sich auf das andere stürzen?

    Liebe Grüße
    Maike

    Diese Frage wurde von emk beantwortet. Siehe erste Antwort.

      1 Volk, Bienenhaltung seit 2012
    • discuss.answer
      AS-Behandlung abbrechen und Flugloch auf 1-2 cm einengen. Beim anderen Volk dasselbe.

      Hast Du schon mal erwogen, dass das andere Volk der Räuber ist?
      • emk schrieb am 12.08.2013, 10:08
        AS-Behandlung abbrechen und Flugloch auf 1-2 cm einengen. Beim anderen Volk dasselbe.

        Hast Du schon mal erwogen, dass das andere Volk der Räuber ist?
        Das andere Volk hat nur sehr wenig Flugbewegungen und trägt friedlich Pollen ein.

        Ich werde jetzt gleich hingehen und Deinen Rat umsetzen. Danke!
          1 Volk, Bienenhaltung seit 2012
        • Das winzige Flugloch ist jetzt mit Bienen verstopft.
          Was passiert eigentlich bei der Räuberei? Holen die nur den Honig? Oder werden die Bienen (Königin) getötet? Kann ich später einfach auffüttern und alles ist gut?
            1 Volk, Bienenhaltung seit 2012
          • Abelama schrieb am 12.08.2013, 10:27
            Das winzige Flugloch ist jetzt mit Bienen verstopft.
            Was passiert eigentlich bei der Räuberei? Holen die nur den Honig? Oder werden die Bienen (Königin) getötet? Kann ich später einfach auffüttern und alles ist gut?

            Ich bin ebenfalls betroffen:
            http://www.forum.bienenkiste.de/forums/thread/905/r-uberei-fluglochverengung-half-nicht-kisten-verstellt---wie-geht-es-weiter#dis-post-4495

            Wie hat sich deine Räuberei weiter entwickelt?
            • biena schrieb am 17.08.2013, 11:18
              Wie hat sich deine Räuberei weiter entwickelt?
              Wir haben unser Volk heute früh nach Rücksprache mit einem erfahrenen Imker aufgelöst. Seiner Meinung nach war die Jungkönigin nicht begattet. Also waren die verbliebenen Bienen der letzte Rest der Brut der alten Königin - uralt! Darum konnten sie sich auch nicht verteidigen.
              Volk 2 kämpft tapfer, heute schon den ganzen Tag, da die gesamte Meute sich auf sie gestürzt hat.
              Ab Montag wollen/sollen wir die Varroa-Behandlung wieder aufnehmen.
                1 Volk, Bienenhaltung seit 2012
              • Hallo,

                Ich will mich mal dazu schalten. Unserem Volk erging es genauso. Es war von Anfang an sehr klein, aber auch unruhig. Sie bekämpften sich gegenseitig nach dem Besiedeln, dann wurde es etwas ruhiger. Aber es blieb ein kleines Volk. Die Varroabehandlung haben wir nach 9Tagen abgebrochen, weil ich das Gefühl hatte, daß dies erheblich schadete. Dann haben wir mit dem Auffüttern begonnen, weil wir dachten, wir könnten noch etwas retten. Das Flugloch war eingeengt. 2 Tage später erzählten unsere Nachbarn, daß es vormittags enormen Flugverkehr vor dieser BK gab. Ein Blick in die Kiste sagte mir, daß sie leer ist. Wir waren erschrocken und natürlich erschüttert. Heute haben wir die Kiste sauber gemacht und fanden ganz viele Wachsmottenlarven, die sich in der BK munter ausgebreitet hatten. Wir hätten müssen wahrscheinlich die BK eher öffnen, aber wir haben uns zu sehr vom "nicht stören" leiten lassen. Ob wir das Übel dann gleich gesehen hätten, wer weiß. Wahrscheinlich nicht. Jedenfalls haben wir glücklicherweise noch ein weiteres Volk. Dieses ist stark. Es kamen wahrscheinlich viele Dinge zusammen: Volk aus dem Gebirge ( wir sind Flachländler), vermutlich mehrere Könniginnen und daher weitere Teilung des Volkes, Wachsmotten und zuletzt die Räuberei. Jetzt sind wir zwar schlauer, aber haben auch ein Volk ärmer. Interessant ist, dass ich heute beim Lesen zu "Wachsmotten" auf die Aussage gestoßen bin, daß der Imker denkt, daß das Volk uneins scheint. Das war bei uns ja der Fall, aber auf Wachsmottenbefall und damit die Brutzerstörung wären wir nie gekommen. Vielleicht hilft die Erkenntnis ja mal jemand anderem?!
                PS: bei der zweiten BK haben wir das Flugloch gleichzeitig eingeengt. Heute wollen wir sie das erste Mal öffnen (sind jetzt 8 Wochen bei uns)...
                • Eine Sache zum Thema Räuberei, Wachsmottenbefall u.ä. muss ich an dieser Stelle mal grundsätzlich loswerden und klarstellen. Gesunde, kräftige Völker werden in der Regel weder ausgeräubert, noch von Wachsmotten zernagt oder von Ameisen gekillt. Es kann Situationen geben, wo auch ein gesundes Bienenvolk Unterstützung des Imkers braucht. Das Flugloch zu dieser Jahreszeit einzuengen ist z.B. eine sinnvolle Maßnahme, weil es den Bienen die Verteidigung des Fluglochs erleichtert.

                  Es ist kein Wunder, sondern sogar der normale, vorauszusehende Lauf der Natur, wenn jetzt weisellose Völker oder aus anderen Gründen sehr schwache Völker (z.B. sehr später kleiner Kunstschwarm o.ä.) ausgeräubert werden. Sie hätten sowieso keine Zukunft bzw. würden im Winter eingehen.

                  Es ist wichtig und gehört zur Verantwortung des Imkers, sich über den Gesundheits- und Entwicklungszustand des Bienenvolks regelmäßig zu informieren. Nicht zu stören gilt vor allem für die ersten Wochen und auch nur deshalb, weil das Wabenwerk in der Zeit noch weich ist und die Gefahr besteht, dass es beim Öffnen umnickt und anschließend abbricht.